| Die neue Rémy-Mahler-Orgel |
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| von Dr. Martin Kares, Orgelsachverständiger der Badischen Landeskirche | |||||
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III. Manual Oberwerk (Positif) Bourdon 8´ Doublette 2´ II. Manual Resonance Coppel 16´ Flute a´ cheminee 8´ I. Manual (Koppelmanual) Hauptwerk/Grand Orgue Pedale Coppel 16´ Transmission Koppeln: Positif/Pedale, Resonance/Pedale Der expressive Entwurf des Orgelbauers formt aus der Orgel eine gen Himmel strebende Skulptur, die im zeitgenössischen Orgelbau bislang so keine Parallele hat. Der hoch betagte Architekt des Wiederaufbaus der Stadtkirche, Herr Prof. Linde, gab hierzu vor einem hochrangig besetzten Gremium (Staatliches Hochbauamt, Denkmalamt, Kirchenbauamt) seinen ausdrücklichen Segen. So besteht nun das Orgelgehäuse aus Ahorn (Unterbau), Kirsche (Verblendungen der Pfeifentürme) und mit weißfarbenem „Stukko“ gefassten Zwischenflächen. Die äußere Gestalt des Instrumentes in Form eines Turmes mit zwei Schauseiten führte zu einer besonderen Innenkonstruktion: Die beiden großen Windladen der C und Cis-Seite des Hauptwerkes liegen nicht wie üblich neben- sondern hintereinander. Dadurch musste etwa die Registertraktur quasi verdoppelt und die Spieltraktur für beide Laden V-förmig schräg nach oben geführt werden. Während die Elemente der Spieltraktur eiscnließlich der Klaviaturen extrem ausgedünnt und gewichtsreduziert wurden, um ein möglichst sensibles Spielgefühl zu erreichen, verschlang die Registermechanik einen halben elsässischen Eichenwald. Das Pfeifenwerk stammt aus Mahler´scher Herstellung und weist einige Besonderheiten auf: Die gegossenen Zinn-/Bleiplatten für die Pfeifen sind mit einer speziellen Hammerschmiedetechnik verdichtet und auf die exakte Wandungsstärke gebracht worden. Verschiedene ungewöhnliche Details gerade beim Pfeifenbau erschließen sich erst im Orgelinneren – so etwa die „doppelt bombierte“ Körperform der Rohrflöten. Die Keilbalganlage im Treppenhaus ist mit einer pneumatischen Aufblasvorrichtung ausgestattet, die den Motorwind vom eigentlichen Pfeifenwind trennt. Dadurch erhält der Orgelklang eine besondere Ruhe und Elastizität, welche dem gewählten Orgelstil in besonderem Maße entgegenkommt. |
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